Meilensteine: Gitarrenpower – The Yardbirds mit Jeff Beck und Jimmy Page

-

Meilensteine: Gitarrenpower – The Yardbirds mit Jeff Beck und Jimmy Page

- Advertisment -

yardbirds23. September 1966: The Yardbirds feiern ihre Premiere mit dem Sologitarrenduo Jeff Beck und Jimmy Page.

Als im Sommer 1966 vor einem Gig im Queen‘s College zu Oxford Bassist Paul Samwell-Smith seinen Bandkollegen maliziös mitteilte, er verlasse die Yardbirds auf der Stelle, um eine Karriere als Produzent anzustreben, schien guter Rat teuer. Zufällig befand sich Sessiongitarrist Jimmy Page im Saal und erklärte sich spontan bereit einzuspringen. Inwieweit das tatsächlichen Fakten entsprach, bleibt einmal dahingestellt.

Schlagzeuger Jim McCarty erzählte De­­kaden später, dass die Page-Connection nicht zufällig, sondern schon im Mai 1966 bei Gitarrist Jeff Becks erster Soloaufnahme (›Beck‘s Bolero‹) unter Produzent Mickie Most zustande kam. Ohnehin rumorte es seit geraumer Zeit im Quintett: Sänger Keith Relf trank allzu heftig. Beck rang mit Gemütsschwankungen und der Entscheidung sich auf Mosts Drängen selbständig zu machen. Für die von Manager Simon Napier-Bell arrangierten Tourverpflichtungen in Europa und den USA übernahm Page den Bass.

Als Beck in San Francisco ausfiel, sprang Page als Gitarrist ein. Wiedervereint in London, wechselte Rhythmusgitarrist Chris Dreja zum Bass und das Sologitarrendoppel Beck/Page trat seinen kurzen Dienst an. Da erst im Juni 1966 die dritte Studio-LP ROGER THE ENGINEER erschienen war, hinterließ das neue Line Up bis auf das famose Psychedelic-Artefakt ›Happenings Ten Years Time Ago‹ und einen Clubauftritt in Michelangelo Antonionis Kultfilm „Blow-Up“ nicht allzu viel.

Livemitschnitte blieben wohl auch keine erhalten, obwohl die vom Sechssaitenduo angeführten Yardbirds ihre Live-Premiere im Vorprogramm feierten: Am 23. September starteten die Rolling Stones in der Londoner Royal Albert Hall ihre UK-Tournee. Peter Whitehead filmte den Auftritt der Steine mit hysterischem Publikum für das Promovideo von ›Have You Seen Your Mother, Baby, Standing In The Shadows‹. Jeff Becks offizieller Abgang folgte am 30. November 1966.

The Yardbirds in Michelangelo Antonionis 60s-Kultfilm „Blow-Up“:

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

CLASSIC ROCK präsentiert: Die ganze erstaunliche Geschichte von Rush

Hier jetzt "Rush - Das Sonderheft" bestellen. Im Jahr 1968 fanden drei Männer namens Geddy Lee, Alex Lifeson und John...

Werkschau: Paul McCartney

Man vergisst leicht, dass Macca mehr im Lebenslauf stehen hat als die Fab Four und ›Frog Chorus‹. Daher zur...

Videopremiere: Timechild mit ›This Too Will Pass‹

Die dänische Heavy Rock Band veröffentlicht im Oktober ihr erstes Album. Eine Kostprobe gibt es jetzt schon. Aufgenommen wurde der...

Helloween – HELLOWEEN

In Harmonie vereint Lange Zeit schien eine Reunion der alten Helloween nicht vorstellbar. Doch die Zeit heilte alte Wunden. Der...
- Werbung -

Mötley Crüe: Neue Autobiographie von Nikki Sixx

Sein kommentiertes Tagebuch „The Heroine Diaries“ beschrieb seine Heroinabhängigkeit in den 80ern. Jetzt legt Sixx ein neues Werk nach. Am...

The Black Crowes: Neues Album in Sicht?

2019 haben sich die Streithähne Rich und Chris wieder vertragen. Jetzt wollen die Brüder vielleicht eine neue Platte veröffentlichen... Das...

Pflichtlektüre

Video-Premiere: Birth Of Joy mit ihrer neuen Single ›Hyper Focus‹

Im Februar bringen Birth Of Joy ihr fünftes Album...

Ace Frehley: Das wohl lustigste Lachen der Rockgeschichte

Mr. Ace Frehley wird heute 69 Jahre alt. Zeit,...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen