Review: AC/DC – BON SCOTT BOX

-

Review: AC/DC – BON SCOTT BOX

- Advertisment -

AC/DC Bon Scott Box

Rares, Seltenes und ein Best Of: Das 2CD-&-DVD-Set erinnert an das unnachahmliche AC/DC-Original Bon Scott

Kuriose Zufallskonstellation: Nach einem schweren Motorradunfall am 3. Mai 1974, von einer Probe mit der Band Mount Lofty Rangers im Old Lion Hotel im australischen North Adelaide kommend, lag der schottische Vokalist Bon Scott drei Tage lang im Koma und weitere 18 Tage in der Klinik. Halbwegs genesen, übernahm er in der Zeit der Rekonvaleszenz bei seinem, mittlerweile als Booker und Manager tätigen, Ex-Bandkumpel von The Valentines, Vince Lovegrove, diverse Aushilfsjobs. Just in jenen Tagen fragte Manager, Produzent und Ex-Easybeats-Gitarrist George Young bei Lovegrove an, ob der nicht einen guten Sänger kenne. Lovegrove empfahl Scott.

Noch bis kurz vor seinem Einstieg bei den damals stilistisch Glamrock-orientierten AC/DC nach einigem Hin und Her (AC/DC fanden den 27-Jährigen zu alt, der wiederum sie zu jung und unerfahren) am 24. Oktober 1974 als Nachfolger von Dave Evans, arbeitete Scott mit der Band Mount Lofty Rangers an zwei Tracks: ›Round & Round‹ und ›Carey Gully‹. Jenes rare Material, das erst 1996 eine offizielle Veröffentlichung sah, findet sich in der zwei CDs und eine DVD umfassenden BON SCOTT BOX ebenso, wie noch frühere Aufnahmen des am 19. Februar 1980 unter bis heute nicht genau geklärten Umständen mit gerade mal 33 Jahren gestorbenen AC/DC-Frontmannes. Das Progrock-Stück ›Seasons Of Change‹ stammt aus Scotts Zeit bei Fraternity (1970 bis 1973), ›She Said‹ und ›Every Day I Have To Cry‹ hingegen aus der Ära 1966 bis 1970, als er Mitglied bei The Spektors respektive The Valentines war.

Diese gesuchten Preziosen sind nun auf Disc 2 des Sets platziert, zwischen Interviewsegmenten von Bon Scott mit und ohne Angus Young sowie den AC/DC-Kon­zertmit­schnitten von ›Rocker‹ und ›Highway To Hell‹ aus den Jahren 1977/1978. Ein elf Tracks umfassendes Best Of der Jahre 1975–1980, darunter ›Jailbreak‹, ›The Jack‹, ›Live Wire‹, ›High Voltage‹, ›Whole Lotta Rosie‹ und ›Let There Be Rock‹, versammelt Silberling Nummer eins. Jede Menge Raritäten (u. a. Doku, Interview, Videoclips, TV-Auftritte) fasst die DVD zusammen.

8/10

AC/DC
BON SCOTT BOX
LASER MEDIA/SPV

1 Kommentar

  1. Hallo Herr Köhler,
    da habe ich wohl eine „Fehlpressung“ im Marktkauf erworben:
    Die von Ihnen beschriebenen Raritäten befinden sich bei mir auf CD 01. Auf der zweiten sind acht live Stücke aus 1977. Die DVD habe ich mir noch nicht angesehen.
    Die Rückseite der Hülle wiederum beschreibt Content, dr auf den CD´s überhaupt nicht vorhanden ist.
    Vielleicht wird es ja mal ein Sammlerstück, wer weiß ?!

    Grüße
    VD

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Review: Jess And The Ancient Ones – VERTIGO

Ominös psychedelisch Auch auf ihrem vierten Album bleiben Jess And The Ancient Ones sich und ihrer psychedelischen Richtung treu. Vor...

Review: The Steel Woods – ALL OF YOUR STONES

Smart Southern Rock Nanu, eine neue Lynyrd Skynyrd? Gleich die zweite Nummer ›Out Of The Blue‹ nach dem Intro erinnert...

She Rocks: Girlschool

Girlschool: Gangleben. Auf Platte rockten sie echt hart, sorgten zusammen mit Motörhead für Chaos auf Tour und scherten sich...

Jimmy Page: Der Gitarrenhexer im Interview

Von seinem „Excalibur-Moment“ mit der Gitarre über die Yardbirds bis zur (Neu-)Erfindung des Hardrock mit Led Zeppelin und darüber...
- Werbung -

Mötley Crüe: Mash-Up mit Martha and the Vandellas

Manchmal passen ja gerade die Dinge zusammen, die nicht zusammengehören: Manch einer schwört auf Essiggurken mit Schokolade. Etwas verdaulicher...

Werkschau: Unser Album-Guide zu Jimi Hendrix

Der Rockgitarrist schlechthin. Legendär! Revolutionär! Stilprägend! Darf in keiner Plattensammlung fehlen. Wir geben Entscheidungshilfe. Unverzichtbar ARE YOU EXPERIENCED (Polydor, 1967) 1967 war...

Pflichtlektüre

Joe Satriani – SHOCKWAVE SUPERNOVA

Besser geht instrumentaler Gitarrenrock nicht. Wer das Phänomen kennt,...

Treetop Flyers: Videopremiere von ›31 Years‹

Die Treetop Flyers präsentieren ihr neues Musikvideo. Seht hier...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen