Review: Biffy Clyro – A CELEBRATION OF ENDINGS

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Review: Biffy Clyro – A CELEBRATION OF ENDINGS

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Quo vadis, Simon Neil?

In einem Jahr, das für die gesamte Weltbevölkerung eine gewaltige Zäsur darstellt, sollte man vielleicht nicht überrascht sein, dass sich auch viele Bands an einer Weggabelung sehen. Die sympathischen Schotten jedenfalls legten über gut 20 Jahre und sieben Alben einen beeindruckenden, kontinuierlichen Aufstieg hin, der Frontmann Simon Neil als Songwriter von Format etablierte. Mit ELLIPSIS wurde dieser gekrönt, auch wenn hier erstmals kein nennenswerter Entwicklungsschritt zum Vorgänger OPPOSITES mehr sichtbar war. Dann kam das sehr gelungene, aber mysteriöserweise völlig ignorierte Soundtrack-Werk BALANCE, NOT SYMMETRY, und nun stehen wir zum 25. Jubiläum vor der Neunten mit dem ominösen Titel A CELEBRATION OF ENDINGS. Für sich betrachtet sind die elf Songs sehr solide, „classic Biffy“ eben. Saftige Harmonien, bei allem Popglanz immer noch genüsslich heftige Gitarren, aufrichtige Emotion, schlüssige Hooks und eingängige Melodien – alles vollzählig anwesend, und Fans werden ›Opaque‹, ›Cop Syrup‹, ›The Pink Limit‹ und ›Tiny Indoor Fireworks‹ feiern wie eh und je.

Doch ganz leise schleicht sich hier der Gedanke ein, dass den Herren vielleicht ein bisschen die Ideen ausgegangen sind. Meckern auf hohem Niveau, gewiss, doch die kreative Dynamik von einst scheint zu schwinden. Mal sehen, was die Zukunft bringt – sofern der Albumtitel diese nicht ohnehin schon ausschließt.

7 von 10 Punkten

Biffy Clyro, A CELEBRATION OF ENDINGS, WARNER

Text: Matthias Jost

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