Review: Eagles – EAGLES LEGACY

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Review: Eagles – EAGLES LEGACY

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Eagles Legacy

Alles, alles von den Eagles – nicht weniger, nicht mehr.

Legacy, Vermächtnis: ein großes Wort. Die Eagles und ihr Werk sind aber wohl groß genug, um ein solches für sich zu beanspruchen. Dass damit auch in physischer Hinsicht nicht hochgestapelt wird, beweist der Griff an die jetzt erscheinende Gesamtkarriere-Materi­alschlacht aus insgesamt 15 Vinyl­scheiben. Das macht 15 mal 180 Gramm, die aufgeteilt in zwei hochwertigen Ordnern mit schwarzen Schubhüllen weilen dürfen – wodurch allerdings die Original-Artworks fehlen. Dazu kommt dann noch ein geschmackvoll gestalteter 54-Seiten Hardcover-Bildband im selben Großformat. Darin enthalten ist eine liebevoll ausgewählte, analog-weiche Bilderwelt mit al­­lerlei Raritäten. Bandfotos auf, neben und hinter der Bühne, Abbildungen zahlreicher Memo­rabilia aus allen, und Schriftstücke aus vielen, nur leider nicht den späteren Phasen der Band­geschichte, liegen bereit als Begleitung für diesen Hörmarathon. Es kann und darf einen schon ein erhabenes Gefühl beschleichen und vielleicht sogar feierliches Kerzenlicht einfordern, wenn – chronologisch korrekt vorgegangen – sich die Nadel zum ersten Mal senkt und ›Take It Easy‹ in klarster Qualität ertönt.

EAGLES LE­­GACY hat sie alle parat, die gesamten sieben Studioalben aus den Jahren 1972 (EAGLES) bis 2007 (LONG ROAD OUT OF EDEN). All ihre Geniestreiche im Wandel der Zeit und ihrer Be­­setzungen liegen vor einem und sind selbstverständlich größtenteils wundervoll. Auch die da­­mals aus zwei Tourneen zusammengesammelte, 1980 veröffentlichte, erste Konzertplatte EAGLES LIVE sowie die beiden geschichtsträchtigen Comeback- und Post-Comeback-Shows HELL FREEZES OVER von 1994 und MILLENIUM CONCERT (logischerweise von 1999) sind je­­weils in remasterter Form (und erstmals!) als Doppel-Vinyl beigelegt. Disc Nummer 15 um­­fasst dann noch zehn Songs, die als Singles oder B-Seiten – in den entsprechenden (meist ge­­kürzten) Edits – im Laufe der 40-jährgen Kar­riere der Eagles erschienen sind. All das liefert auch die handlichere CD-Fassung von EAGLES LEGACY, die zudem Bewegtbild in Form der HELL FREEZES OVER-DVD und FAREWELL TOUR: LIVE FROM MELBOURNE-Blu-ray mitbringt.

Das Vinyl-Format verzichtet auf diese Filme – bedauerlicherweise. Da wäre in dieser riesigen Kiste doch bestimmt noch eine Ecke frei gewesen für zwei kleine Glitzerscheiben. Vinyl-affine Komplettisten, für die diese Sammlung fraglos gemacht ist, müssen also sogar hier auf Vollständigkeit verzichten. Es ist alles drin, was zwangsläufig drin sein muss in dieser Box, die in ihrem Umfang, ja, in höchster Qualität verarbeitet ist, mehr aber als dieses „Muss“ leider nicht bietet. Keine unbekannten Songs, geheimen De­­mos, Outtakes, Konzertmitschnitte, beiläufig aufgezeichnetes Studiogebrabbel oder dergleichen. Weshalb die Eagles für den Wert ihres wahren musikalischen Vermächtnisses 10 Punkte bekommen, EAGLES LEGACY lediglich:

8/10

Eagles
EAGLES LEGACY
RHINO/ELEKTRA

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