Review: Fish – WELTSCHMERZ

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Review: Fish – WELTSCHMERZ

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Groß gedacht

Und ich bleibe dabei: Ohne den Ausstieg von Fish bei Marillion vor mehr als 30 Jahren wäre diese
Welt heute um eine Superstar-Truppe reicher. Als charismatischer Geschichtenerzähler war er für die seinerzeit kommerziell ausgerichtete Band das perfekte Puzzle zu einem Gesamtbild, dem sich, der Mona Lisa gleich, niemand hatte entziehen können. Das narrative Element des eigenwilligen Schotten hat zum Glück bis in die Gegenwart und somit bis auf sein neuestes Werk WELTSCHMERZ überlebt. Fish ist ein Schamane, ein Magier und archaischer Influencer der modernen Rockmusik, einer, der jede Silbe auf die Goldwaage legt und am Ende mit vollen Händen erntet. WELTSCHMERZ hat zwar auch seine sperrigen Momente, seine Widerhaken und Widersprüche. Aber genau davon lebt diese Musik, lebt auch Fish, dessen poetische Texte das Zünglein an der Waage zwischen Klein- und großer Kunst sind.

Gut möglich, dass die Welt Marillions für den innovativen Fish tatsächlich zu klein war, und dass es Stücke wie ›The Grace Of God‹, ›Man With A Stick‹ oder ›Garden Of Remembrance‹ mi t ihren versteckten Worldmusic-Hinweisen und rhythmischen Besonderheiten sind, die den britischen Hünen zufriedenstellen. Mich beeindruckt der Mann nach wie vor!

9 von 10 Punkten

Fish, WELTSCHMERZ, CHOCOLATE FROG COMPANY

Text: Matthias Mineur

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