Review: Free – THE VINYL COLLECTION

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Review: Free – THE VINYL COLLECTION

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freeAll right now! Free komplett kompakt: sechs Studioalben und ein Konzertmitschnitt.

UK-Blues-Pate Alexis Korner erwies sich einmal mehr als großzügiger Mentor: Fasziniert von der Professionalität, die Sologitarrist Paul Kossoff (17), Schlagzeuger Simon Kirke (18) sowie Vokalist und Rhythmusgitarrist Paul Rodgers (18) bei der Gründung 1968 an den Tag legten, war er es, der ihnen Bassist Andy Fraser (15) vorschlug, Gigs vermittelte und sogar das Bandkürzel lieferte. Sechs Studioalben sowie einen Konzertmitschnitt veröffentlichte das Londoner Quartett bis 1973, nun zusammengefasst im Original-Artwork in der VINYL COLLECTION. Virtuose Perfektion zeichnete 1969 schon das von Island-Produzent Guy Stevens betreute Debüt TONS OF SOBS mit patent selbstgezimmerten Bluesrock-Oden wie ›Walk In My Shadows‹, ›I’m A Mover‹ und ›Sweet Tooth‹ aus. Noch stromlinienförmiger gelang der von Island-Chef Chris Blackwell produzierte Zweitling FREE (UK Rang 22). ›I’ll Be Creepin’‹, ›Songs Of Yesterday‹ oder ›Trouble On Double Time‹ funktionierten prächtig in einschlägigen Rockdiskotheken. Weltweit durch die Decke ging das rustikale Konzept 1970 mit FIRE AND WATER. Angeschoben durch eine Kompakt-Edit der Stadionrockhymne ›All Right Now‹ (US: 4, UK: 2), erwies sich der Longplayer auch im US-Markt als Top-20-Verkaufshit. HIGHWAY konnte im selben Jahr die hohen Verkaufserwartungen nicht erfüllen, obwohl ›The Stealer‹ knochentrocken im Ohrwurmmodus rockte und ›Ride A Pony‹ und ›The Highway Song‹ sich ebenfalls prächtig im US-FM-Radio schlugen. Um Kapital aus der Trennung im Frühjahr 1971 zu ziehen, schob Island das schon im Vorjahr auf zwei UK-Tourneen mitgeschnittene FREE LIVE hinterher. Nachdem anvisierte Soloprojekte sich zerschlugen, kamen Free im Januar 1972 erneut zusammen. Auf FREE AT LAST präsentierte sich eine putzmuntere Truppe, die Doppel-A-Seiten-Single ›Little Bit Of Love/Sail On‹ funktionierte erfolgreich als Appetizer. ›I Catch A Train‹ nahm schon Rogers und Kirkes Nachfolgeband Bad Company vorweg. HEARTBREAKER geriet ein Jahr später trotz widriger Umstände – Fraser kündigte vorab, Kossoff war Mandrax-abhängig und Rodgers traf sich immer öfter mit Mott-The-Hoople-Gitarrist Mick Ralphs – zum starken Finale samt UK-Top-10-Single ›Wishing Well‹, Gospel-Beschwörungen (›Easy On My Soul‹) und Blues-Moll-Titelsong.

10/10

Free
THE VINYL COLLECTION
Island/Universal

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