Review: Gary Moore – LIVE FROM LONDON

-

Review: Gary Moore – LIVE FROM LONDON

- Advertisment -

Gary Moore Live from London

Unsterbliche Bluesrock-Hymnen

Die Karriere von Gary Moore war keine, die linear verlief – stets wechselten sich Ups and Downs in hoher Schlagzahl ab. Sein Urvertrauen in die Kraft der Livemusik hat der versierte Gitarist aber vermutlich nie verloren. Am 2. Dezember 2009, nur vierzehn Monate vor seinem tragischen Tod im Alter von 58 Jahren, spielte der Ire eine einmalige Clubshow an der londoner Islington Academy – die hier nun als tiefe Verbeugung vor seinem Lebenswerk vorliegt. Moore huldigt dem klassischen Bluesrock. Das Wirken von B.B. King und Albert Collins bringt er mit Stücken wie ›Bad For You Baby‹ oder ›Since I Met You Baby‹ in rockiger Form, das magische Zwölf-Takte-Schema hat er dabei immer fest im Visier. Hier kommt alles aus dem Bauch, manchmal auch etwas tiefer. Und dieses Set zieht mit Songs wie ›Mojo Blues‹ oder ›Walking By Myself‹ geschmackvoll weiter. Ganz am Schluss setzt ›Parisienne Walkways‹ ein stimmungsvolles Ausrufezeichen. Diese Komposition schrieb Gary einst gemeinsam mit seinem alten Kumpel Phil Lynott und dieser gefühlige Schmachtfetzen wird auch in 100 Jahren noch die Zuhörer mit ihren wunderbaren Gitarrenlinien fesseln. LIVE FROM LONDON gerät somit zu einem wunderschönen Sammelsurium an Songs, das mit viel Würde an einen der beliebtesten Gitarristen aller Zeiten erinnert.

8 von 10 Punkten

Gary Moore
LIVE FROM LONDON
PROVOGUE/MASCOT/ROUGH TRADE

2 Kommentare

  1. Gary war für mich einer der Eindruck vollsten Musiker/Gitarristen der mich immer wieder zum Staunen brachte. Seine Virtualität ob seines Gitarren-Spiels oder seiner Kreativität Songs zu schreiben, einfach ein genialer Musiker der leider viel zu früh , wie andere vor ihm und andere nach ihm die Bühne des Lebens verlassen mussten. Wenn es einen Ort nach dem Tode gibt dann ist er und alle anderen dort beisammen um eine gigantische Session nach der anderen zu spielen. Ich hoffe einmal selbst wenn auch nur als begeisterter Fan all jener Musik-Heroen dabei zu sein. Das Nirvana der unsterblichen Rock und Blues-Musik. Ein schöner Gedanke……..R.I.P Gary, Rory, Jimi, Jack, Ginger, janis, Noel, Mitch, Jonny, Chris………….

  2. Wunderbare Rezension, die genau das ausspricht was ich beim Hören dieses genialen Livealbums immer empfinde! RIP Gary und all die anderen großartigen (Blues-)Rockmusikerinnen und -musiker!

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Roger Waters: Keine Pink-Floyd-Songs für Facebook

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wurde von Waters als „mächtiger Idiot“ bezeichnet. Konkret geht es hierbei um eine Anfrage von Facebook....

Kiss: Mini-Show in New York

Um ihre neue Dokumentation „Biography: KISStory“ zu promoten, haben Kiss ein 24-minütiges Set gespielt. Am 11. Juni hat das...

Slade: Titelstory – Komm und spür den Lärm!

Von umjubelten Popstars im Rolls-Royce hin zum nostalgischen, von Kaffeemarken gesponserten Oldie-Act: Die Geschichte von Slade ist mindestens so...

Flashback: AC/DC – STIFF UPPER LIP LIVE in München

Um ihr aktuelles Album STIFF UPPER LIP zu unterstützen, gingen AC/DC im Jahr 2001 wieder einmal auf große Tournee....
- Werbung -

Rory Gallagher: Der Blues Brother

Zwischen 1971 und 1973 erschuf Rory Gallagher sechs furiose Alben, die seinen Ruf als Gitarren-Volksheld zementierten. Dies ist die...

Video der Woche: Alanis Morissette mit ›You Oughta Know‹

Gerade selbst 47 Jahre alt geworden, feiert Alanis Morissettes drittes Studioalbum JAGGED LITTLE PILL heute seinen 26. Geburtstag. Nach...

Pflichtlektüre

Scorpions: Teaser vom kommenden Album

Weil sie es nicht mehr abwarten können, haben die...

Review: Devin Townsend – TRANSCENDENCE

Atmosphärischer Prog-Rock mit latentem Metal-Anteil. Absolut hörenswert! Seine überragende künstlerische...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen