Review: Israel Nash – LIFTED

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Review: Israel Nash – LIFTED

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Israel Nash Lifted

Musik, die geschundene Psychen heilt: Israel Nash ist ein Botschafter des Seelenfriedens.

Wer noch nie in Texas war, gibt „Dripping Springs“ bei Google Bildersuche ein – die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, die sich daraufhin am Bildschirm entfalten, lassen einen verstehen, was Israel Nash zu den rauschhaften Soundscapes seiner Alben inspiriert. Die uns unsere Nichtigkeit vor Augen führende, majestätische Erhabenheit der Natur – bei keinem findet sie sich mit einer derart heilenden Wirkung in der Musik wieder wie bei dem Hünen aus Ozarks, Missouri, der in Texas’ Hill Country einen Zufluchtsort vor den Wirren unserer Zeit gefunden hat. Wie schon auf dem Vorgänger SILVER SEASONS spielt Nashs eigenes Tonstudio Plum Creek Sound eine elementare Rolle im Schaffensprozess, seine Lage mit atemberaubender Aussicht stellt dem Grenzgänger das geeignete Instrumentarium zur Seite, seinen meditativen Eskapismus in Klänge zu formen. LIFTED atmet in jeder Note Frieden, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit. Nash erzielt hier mittels diverser Aufnahmetechniken – so wurden Field Recordings von in Wassertanks aufgenommenen Drums bis hin zu dem Geräusch einer Klapperschlange eingeflochten – eine innere Ge­­schlossenheit, eine bis dato unerreichte Übereinkunft von Geist, Lebenswirklichkeit und Ausdruck. Ohne Mühen können die zwölf, mal sphärischen, mal entschlossen rockenden, stets üppig arrangierten Songs das hohe Niveau des Vorgängers an Dichte und Har­monieverliebtheit noch übertreffen. Erneut ist Israel Nash ein Manifest der Zuversicht gelungen, das seinesgleichen sucht.

9/10

Israel Nash
LIFTED
LOOSE MUSIC/ROUGH TRADE

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