Review: Kadavar – THE ISOLATION TAPES

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Review: Kadavar – THE ISOLATION TAPES

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Die kauzige Seite von Kadavar

Wer kann es ihnen verdenken. Keine Konzerte, keine Festivals, keine Reisen und somit auch keinerlei neuer Input für Berlins fleißigste Rockband. Also geht der Blick automatisch nach innen, tief hinein in die Labyrinthe der eigenen Gedanken. Am Ende dieser Introspektion steht mit THE ISOLATION TAPES ein abgespactes Album, das unter anderen Umständen nie entstanden wäre. Eine verwunschene, kauzige, experimentelle und psychedelische Reise tief hinein in das Unterbewusstsein des Trios.

Nachdem die Berliner schon auf dem doomigen FOR THE DEAD TRAVEL FAST von 2019 die blubbernden Sci-Fi-Synthies für sich entdeckt haben, gehen sie jetzt in die Vollen und knallen uns ihre ganz eigene Odyssee durch die verschrobene Seite der 60er, 70er und 80er vor den Latz. Das Frühwerk von Pink Floyd, experimentelle Led Zeppelin, aber auch mal Krautrock, Space Rock und Proto-Punk.

Das hier ist anders als alles, was die Berliner je gemacht haben, und eine grandiose Hommage an all diese verkopft-verdrogten Experimente, die die großen Rock-Bands irgendwann mal gewagt haben. Dürfen die das? Sie müssen sogar! ISOLATION TAPES ist nicht weniger als ein angemessen surrealer Zeitzeuge dieses surrealen Jahres

9 von 10 Punkten

KADAVAR, THE ISOLATION TAPES, ROBOTOR RECORDS

1 Kommentar

  1. Sorry, aber ich finde das neue Kadavar Album einfach nur schlecht !
    Prog-Rock bzw. Psychedelic Rock muß man können.
    Dies ist keine Hommage an diese Genre, das ist einfach schlecht und Gott sei Dank schwer zu bekommen als Tonträger, da die Band ja auch hier andere Wege geht.
    Bis jetzt habe ich alle Alben der Band. Aber zu bemerken ist, das es ab dem 3. Album stetig bergab geht. Isolation Tapes ist der absolute Tiefpunkt.
    2 von 10 Punkten

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