Review: Lucero – AMONG THE GHOSTS

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Review: Lucero – AMONG THE GHOSTS

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Lucero Among The Ghosts

Rauer Gegenwind aus den Südstaaten.

Kaum hat der Titelsong begonnen, fährt Ben Nichols sein heiseres, von unzähligen Litern Bour­bon zerfetztes Organ in unnach­ahmlicher Weise hoch. Wer Steve Earle, Paul Westerberg oder Mike Ness liebt, muss auch ihm verfallen. Spätestens jetzt. Da­­rüber hinaus versuchen es die Rebellen aus Tennessee mit Veränderungen im Detail. Der Soul-Einfluss, auf WOMEN & WORK noch ein Hauptdarsteller, wird verdrängt. Dafür bemerkt man in ›Bottom Of The Sea‹ Nähe zum ›Lullaby‹ von The Cure. Brian Venable liebt den Blues und Country-Rock, aber auch 80er-Drall in Form von perlendem Gitarrenspiel. Keyboarder Rick Steff, ein weiterer Aktivposten der Band, greift in ›Al­­ways Been You‹ in die Piano-Tasten. Diese von einer Scheidungserfahrung handelnde Ballade be­­wegt. ›Cover Me‹ ist ein Song über eine Schießerei und deshalb natürlich ein dramatischer Höhepunkt. In ›Back To The Night‹ gastiert Schauspieler Michael Shannon, ein guter Freund von Bens Bruder und Regisseur Jeff, mit grunzender Sprechstimme. Dank seiner Hilfe entwickelt sich aus dem Song eine Moritat. Das Votum ist eindeutig: Lucero sind zwanzig Jahre nach Gründung noch lange nicht müde und haben wieder ein Klasse-Album hingekriegt. Gänse­haut!

8/10

Lucero
AMONG THE GHOSTS
THIRTY TIGERS/ALIVE

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