Review: Nick Cave & The Bad Seeds – GHOSTEEN

-

Präsentiert

Die ganze Geschichte Der Grössten Rockband Aller Zeiten!

Review: Nick Cave & The Bad Seeds – GHOSTEEN

- Advertisment -

Nick Cave Bad Seeds Ghosteen

Erlösung aus den Schatten

Wenn ein Werk von Nick Cave und seinen Bad Seeds jemals ein Mantra, eine Hoffnung auf Erlösung war, dann ist es dieses. GHOSTEEN, das eigentliche Album eins nach dem Unfalltod von Caves Sohn Arthur, ist Verarbeitung, Anklage, Zuflucht, Abgrund, Fiebertraum, dunkler Tunnel und Licht am Ende des selbigen. Gleichzeitig. Es ist kein Bad-Seeds-Album im eigentlichen Sinne, ist noch reduzierter, spärlicher instrumentiert als SKELETON TREE. Nick Cave singt, spricht, predigt von Tod und Leben, von Elvis in Vegas und Hollywood, von Licht und Schatten, schwingt seine Stimme in höchste Höhen. Und packt auf Album zwei in überlangen Songs dann doch noch die schmerzhafte Untergangskeule aus. Das wirkt, als würde man ihm in einem Zwiegespräch mit sich selbst lauschen, vielleicht auch in einer letzten Unterhaltung mit seinem toten Sohn, die es nie gegeben hat. Dazu: geisterhafte Synthesizer, Ambient-Flächen, Glocken, Chöre, sakrale Selbstfindung und ätherische Schwerelosigkeit. Die Bad Seeds – praktisch arbeitslos. Wer Cave als lärmenden, scheppernden Untergangspoeten mag, wird enttäuscht sein. Wer einen Blick in seine Seele werfen möchte, wird ein neues Lieblingsalbum gefunden haben.

9/10

Nick Cave & The Bad Seeds
GHOSTEEN
GHOSTEEN LTD/ROUGH TRADE

Nick Cave live 2020:

17.05. Köln, Lanxess Arena
18.05. Hamburg, Barclaycard Arena
27.05. Berlin, Mercedes-Benz-Arena
06.06. München, Olympiahalle

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Eddie Van Halen: Kunstwerk zu Ehren des Gitarristen

An der Außenwand des Guitar Centers in Hollywood wurde zum Geburtstag von Eddie Van Halen am 26. Januar ein...

Cinderella: Abgeschlossene Achterbahnfahrt

Schicksalsschläge mussten Cinderella während ihrer Karriere einige wegstecken. Am Ende war es wahrscheinlich einer zu viel... Mein erster Gedanke war:...

Eddie Van Halen: Das Interview von 1978

Anlässlich der Veröffentlichung ihres ersten Albums sprach Steven Rosen mit dem jungen Gitarristen von Van Halen über seine Einflüsse,...

The Hellacopters: Covern ›Sympathy For The Devil‹ mit Papa Emeritus IV

Erst vor kurzem gab es im schwedischen Fernsehen eine interessante musikalische Allianz zu bezeugen. Für die Sendung "På Spåret"...
- Werbung -

Das letzte Wort: Beth Hart

Die kalifornische Megastimme über Selbstzweifel, Vergebung, den perfekten Produzenten und die heilende Wirkung von Dankbarkeit. Wer auch nur einen...

Rückblende: Stone Temple Pilots mit ›Interstate Love Song‹

Am Anfang stand eine Bossanova-Nummer. Ergänzt um ein Country-Riff und einen Text über Lügen und Täuschungen, wurde daraus eine...

Pflichtlektüre

The Beatles: Neue Doku von Peter Jackson

Vor 50 Jahren gaben die Beatles ihr berühmtes Rooftop-Konzert....

Rückblende: Simon & Garfunkel – ›Bridge Over Troubled Water‹

Mit ›Bridge Over Troubled Water‹ gelang Simon & Garfunkel...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallenÄHNLICH
Für dich empfohlen