The Cars: Das Universum des Rico

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The Cars: Das Universum des Rico

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Ric Ocasek lässt tief blicken: Im CLASSIC ROCK-Gespräch mit Marcel Anders erklärt der Cars-Chef, was gute Musik ist – und was nicht.

Andy Warhol:

„Wir waren Freunde, da ich oft in seiner Fac­tory abgehangen bin. Irgendwann habe ich ihn ge­fragt, ob er Lust hätte, das Video zu ›Hello Again‹ zu drehen. Er war so begeistert, dass er gleich noch darin mitgespielt hat – als Barkee-per. Er hat seine ganzen skurrilen Freunde in diesen wahnwitzigen Klamotten zusammengetrommelt, seine Position hinter einem Tresen eingenommen, und sie während des ganzen Drehs nicht verlassen. Er hat da den ganzen Tag in seinem Tuxedo gestanden und war stolz wie Oscar. Es war wirklich ein seltsamer Anblick.“

Jimmy Page:

„Natürlich ist er ein toller Gitarrist. Das will ich gar nicht bestreiten. Aber im Grunde hat er alles, was er macht, von irgendwelchen armen, alten Bluesjungs geklaut. Jimmy Page hat also lediglich eine fremde Kultur imitiert – und sich dafür als Held feiern lassen. Aber so ist das nun mal… “

Devo:

„Die einzige Band aus unserer Zeit, von der ich sagen würde, dass sie in Würde gealtert ist und außerdem immer noch tolle Musik macht. Also kein Vergleich zu A Flock Of Seagulls, Billy Idol und Blondie.“

Mutt Lange:

„Eigentlich müsste ich ihm dankbar sein, weil seine Produktion maßgeblichen Anteil am Erfolg von HEARTBEAT CITY hatte, weil wirklich alles perfekt klang. Nur: Er war leider unglaublich langsam und machte mich damit wahnsinnig. Manchmal hat er zwei Tage an etwas gebastelt, das sich dann genauso anhörte wie vorher.“

Snow Patrol:

„Ich kenne die Jungs nicht persönlich, aber ich mag ihre Platten, die ohne Zweifel zu den bestproduzierten Alben der jüngeren Rockmusik-Historie zählen. Weshalb wir uns auch für Jacknife Lee entschieden haben. Wir haben ihn quasi dort abgeworben.“

Todd Rundgren:

„Kann sein, dass er ein toller Keyboarder ist. Aber seine Idee, vor ein paar Jahren als „The New Cars“ zu touren, war lächerlich. Das waren er und zwei Jungs aus der Band, die mit den alten Songs um die Häuser gezogen sind – und sich richtig zum Horst gemacht haben. Zwar für gutes Geld, aber auf Kosten ihrer Reputation.“

Lady Gaga:

„Ich würde wahnsinnig gerne ein Album mit ihr produzieren. Sie ist sehr kreativ, experimentiert oft und ist stets offen für neue Sa­chen. Deshalb wäre es sicher ein Heiden­spaß, ein paar schräge Songs mit ihr aufzunehmen.“

Weezer:

„Ich mag die Jungs und ihre Musik. Was nicht heißt, dass sie pflegeleicht wären. Mit Rivers Cuomo auszukommen, kann ziemlich schwierig sein. Warum? Weil er sich nichts sagen lässt. Und wer immer von sich behauptet, er hätte ein Weezer-Album produziert, der lügt: Das macht alles Rivers.“

Ted Nugent:

„Ach bitte… Es ist doch einfach nicht zu glauben: Der Typ gebiert sich wie ein gottverdammter Idiot, mit all seinen Waffen und den ganzen toten Tieren. Deshalb ist er auch der perfekte Sprecher für die Tea Party-Bewe­gung – da kann er den Redneck geben und bekommt für den Schwachsinn auch noch Applaus.“

Captain Beefheart:

Ich bin großer Fan. Dabei stehe ich weniger auf TROUT MASK REPLICA, sein bekanntestes Album, als auf CLEAR SPOT. Ich finde, es unterstreicht seine Genialität erst richtig.“

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