The Flaming Sideburns: Das Beste kommt noch

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The Flaming Sideburns: Das Beste kommt noch

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1995 gründeten sich The Flaming Sideburns in Finnland und surften auf der skandinavischen Rockwelle um Bands wie The Hellacopters oder The Hives mit. Vor allem mit ihrem zweiten Album, HALLELUJAH ROCKA-ROLLAH (2001), konnte das Quintett international kleinere Erfolge verbuchen. Auf diesem vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere jedoch löste sich das ursprüngliche Line-up mit dem Weggang von Gitarrist Arimatti auf. Die Truppe machte fortan in verschiedensten Formationen weiter. Nach einer längeren Pause 2016 hätten viele wohl nicht mehr mit einer triumphalen Rückkehr gerechnet, doch genau jene wurde im Jahr 2018 in die Wegegeleitet und findet nun mit dem brandneuen SILVER FLAMES zu einer ersten Klimax.

Seit drei Jahren machen die Originalmitglieder wieder gemeinsame Sache und frönen ihrer Leidenschaft für erdigen Garage Rock. „Unser Sänger Eduoardo wollte mich für eine Spanien-Tour wieder an Bord holen. Ich sagte zu, aber der wirkliche Grund meines Wiedereinstiegs war, dass ich neue Musik auf-nehmen wollte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Flaming Sideburns ihr bestes Album noch nicht erschaffen hatten. Wir haben ein paar tolle Platten gemacht, aber sie werden der Band nicht ganz gerecht“, erklärt Arimatti im Zoom-Interview. Drummer Jay stimmt zu: „Darauf können wir uns alle einigen. Wir waren damals kurz davor, ganz aufzuhören. Wir hatten zehn Jahre kein Album mehr aufgenommen – es war eine Sackgasse. Unsere einzige Motivation und auch Option war es, mit dem ursprünglichen Line-up an neuen Tracks zu arbeiten“.

Zusammen mit ihrem Stammproduzenten Jürgen Hendlmeier (nicht zu verwechseln mit dem Senf-Imperium Händlmaier) sperrten sich die Sideburns ins Studio und fingen dort jene Songs live ein, die sie auf Tour geschrieben hatten. „›Soul Shaking‹ entstand gleich nach unserem ersten Gig in einem Hotelzimmer in Bilbao. Vor dieser Show waren wir alle sehr aufgeregt, aber danach fühlten wir uns richtig gut. Diese Vibes sind in der Single spürbar“, so Arimatti. Dass zwischen SILVER FLAMES und HALLELUJAH ROCKAROLLAH inzwischen 20 Jahre liegen, können beide Musiker gar nicht so richtig greifen: „Auf die Band bezogen fühlt es sich an, als wären wir immer noch dieselben – wobei wir bessere Musiker geworden und heute etwas entspannter sind. Aber die Grundbausteine sind gleich, die Einflüsse ähnlich, der Produzent ist derselbe, weswegen der Sound bekannt klingt. Persönlich haben wir uns wohl stärker weiterentwickelt als als Band“. Jay ergänzt lachend: „Eigentlich merken wir erst an unseren Kindern, wie alt wir wirklich sind“. Rockmusik hören die Youngsters übrigens nicht, die stehen eher auf Hip Hop. „Aber so soll das doch auch laufen, oder? Man hört einfach nicht die Musik seiner Eltern. Immerhin kommt mein Sohn manchmal mit auf Tour und kümmert sich um den Merch – aber natürlich nur gegen ein bisschen Taschengeld.“

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