Review: Trapper Schoepp – RANGERS & VALENTINES

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Review: Trapper Schoepp – RANGERS & VALENTINES

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trapper schoeppDer Americana-Geheimtipp aus Milwaukee auf New-Wave-Trip.

Der Name lässt an einen Freizeitcowboy in Castrop-Rauxel denken: Trapper Schoepp. Ob der in Wirklichkeit aus Milwaukee stammende Singer/Songwriter auch laut Geburtsurkunde so heißt, ist nicht überliefert. Letztlich auch egal. Was zählt ist bekanntermaßen die Musik, und die ist immerhin fast so originell wie sein Name. Seit 2008 gehört der schmächtige Mann mit der erstaunlich kräftigen Stimme zu den Geheimtipps im Genre-Auffangbecken Americana. Zunächst mit seiner Band Trapper Schoepp & The Shades, doch seit ein paar Jahren ist er solo unterwegs – und experimentierfreudiger denn je, wie sein zweites Werk RANGERS & VALENTINES belegt. Obwohl Mister Schoepp offenkundig wenig von Stilschubläden hält, scheint es ihm eine Epoche gerade besonders angetan zu haben: jene der britischen New Wave. Jedenfalls versprühen Cover-Styling und Titel wie ›Mono Pt. II‹ und ›Tornado Alley‹ ganz den Spirit des Swinging London in den 80ern – mit flotten Zweiviertel-Beats, dünn klingendem (Synthie)Gebläse und reichlich ungezügelter Energie. Originell. Aber nicht umwerfend. Eine bessere Figur macht er da schon in erdigeren Titeln. Etwa im gemäßigten Southern-Rocker ›Ballad Of Olof Johnson‹, im köstlichen Tex-Mex-Kitsch von ›Dream‹ und beim soliden Country-Song ›Lost Cowboy‹. Um welch begnadeten Storyteller es sich bei Trapper Schoepp handelt, wird allerdings erst so richtig bei dem ruhigen Folksong ›For Jonny‹ deutlich.

Trapper Schoepp
RANGERS & VALENTINES
XTRA MILE RECORDINGS/INDIGO
6/10

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